Sommerpause…..wer denkt sich eigentlich so einen Scheiß aus?

Sommerpause.

Das Wort sieht gar nicht so böse aus. Denkt man.

Eine Pause dient der Erholung, was in der Sommerpause – wie der Name verspricht – durch tolles Wetter unterstützt wird. Da kann man sich mal um andere Dinge kümmern, das Vergangene reflektieren und sich auf das Kommende freuen. Was für eine tolle Sache!

Nur nicht für mich.

Mich lassen diese Pausen (Winter wie Sommer ) immer etwas ratlos zurück – was mach ich denn nun am Donnerstag. Das ist mein freier Abend – nun soll ich mir – durch den Wegfall des Fussballs einer starken Argumentations- und Fluchthilfe beraubt – irgendwelche RTL Castingshows ansehen? Seelische Grausamkeit nenne ich das.

Zu meinem Glück hielt dieses Jahr ausreichend Alternativprogramm bereit, das mich über die Pause retten und auf die neue Saison einstimmen sollte:

Ausfahrt Tetenbüll

Hatte man vor zwei Jahren noch behauptet, mit dieser Mannschaft so etwas wie eine Ausfahrt niemals hinzubekommen, haben wir in diesem Jahr mit der Wiederholung unseres letztjährigen Treffens in Tetenbüll endgültig bewiesen, dass das absoluter Schwachsinn ist. Und ich bin mir sogar sicher, dass wir noch deutlich mehr Teilnehmer gewesen wären wenn die ganzen Frischlinge mehr Zeit gehabt hätten, es ihren Ehefrauen beizubringen.

Das Wochenende jedenfalls war ne Wucht! Endlich Zeit, mal zu sabbeln (im Falle von Alex – zu schweigen) und gemeinsam Getränke zu vernichten. Ein fabelhafte Unterbringung, gutes Essen und gut gelaunte Fussballer – was will man mehr? Da das mir vorliegende Bildmaterial und die Anekdoten in meiner Erinnerung ganz oder teilweise den Tatbestand übler Nachrede oder des Internetmobbings erfüllen oder schlichtweg unter die Schweigepflicht des Kapitäns fallen möchte ich hier auf Details verzichten.

Wenn Ihr Anekdoten oder Bilder habt, die Ihr trotzdem einer breiten Öffentlichkeit ohne Rücksicht auf strafrechtliche Verfolgung zur Verfügung stellen wollt, tut das bitte in Kommentarform.

Ich jedenfalls freu mich wie ein Schneekönig auf nächstes Jahr!

Sankt Pauliade

Kurz erwähnt sei an dieser Stelle die Sankt Pauliade 2016. Für alle, die es nicht wissen: Es handelt sich um ein Fussballturnier, das die Herrenfussballbteilung alljährlich für die anderen sporttreibenden Abteilungen des FC Sankt Pauli ausrichtet. Leider ist es uns in den letzten Jahren nur ein einziges Mal gelungen, unser Turnier gegen die ganzen Schachspieler, Triathleten und Tischkicker auch zu gewinnen. Machte bisher nichts – man ist ja ein guter Gastgeber.

In diesem Jahr allerdings hatte sich das Captain’s Dinner (Runde der Mannschaftskapitäne der Fussballabteilung) zusammen mit der neuen Abteilungsleitung vorgenommen, den Pokal wieder nachhause zu holen.

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Was soll ich sagen? Hat geklappt – auch dank der Tore, die unser Vizekapitän Gerrit beisteuern konnte.

EM

Endgültige Rettung für die Leere in meinem Fussballerherz sollte die Europameisterschaft in Frankreich bringen. Was hab ich mich auf spannende Fernsehabende im Kreise von Leuten mit Sachverstand und Herz für die Sache gefreut! Von meinem neuen Fernseher will ich gar nicht erst anfangen (Geile Glotze Volki!).

Und dann das.

Was man sich da antun musste, tut jedem Fussballerherz weh. Die „Vertaktisierung des Fußballs“ nervte nicht nur Oliver Kahn, der manch eine „bösartige Fussballfolter“ und manch ein „Scheißspiel“ zu erdulden hatte. Schuttfußball ruled bei einer wie Zuckerwatte aufgeblasenen Meisterschaft, die Ewald Lienen als „schwachsinnig“ titulierte und deren Ausgang hinsichtlich der germanischen Ambitionen Thomas Müller bereits nach dem Viertelfinale gegen Italien benannt hatte: „Unser Ziel war immer, im Halbfinale auszuscheiden.“

Am allerallermeisten geht mir allerdings etwas ganz anderes auf den Sack: Diese weichgespülten, durchprofessionalisierten, mediengeschulten Interviews. Die Bierhoffisierung des Fussballs macht vor nichts halt. Wär da nicht der Müller würd ich endgültig auf Rosamunde Pilcher umschalten.

Dieses eine spannende Spiel habe ich im Übrigen in Leipzig bei Starkregen ohne Ton sehen dürfen…

Soll das jetzt immer so sein? Das hatte nichts von den Emotionen, die sich in mir regen wenn wir ein Spiel gegen Teutonia 05 oder so durcharbeiten.

Das eine gute bleibt also auch und ganz besonders nachdem diese EM 2016 sofort nach dem Endspiel (und eigentlich schon davor) Geschichte ist.

Ich freu mich wie Bolle auf die neue Saison!

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