Südlich vom Süden vom Süden vom Süden….

Unser neues Spiellevel – von weitsichtigen Kräften Landesliga getauft – bringt einige lehrreiche Auswärtsspiele mit sich, die in entlegenste Ecken des Bundeslandes führen. Nach den weiten Salzwiesen von Moorburg, wer erinnert sich nicht an den ersten Rasenplatz mit Echo, erwartete uns am 5. Spieltag die Waldkampfbahn bei Süderelbe. Feinster Kunstrasen, ein Gegner, der sich nicht warm macht, sondern vom Anpfiff weg heiß läuft. Respekt!

Leider hatte der topbesetzte FC Süderelbe vergessen, einen Torwart gleicher Klasse einzukaufen (unsere haben zum Glück langfristige Verträge, nicht wahr, Volker?). Der gegnerische Schnapper ließ das erste Schüsschen prallen, unsere nachsetzenden Bluthunde bissen den Ball zum überraschenden 1:0 ein. Oho! Das sollte beruhigen, doch der schnelle Gegentreffer fiel ähnlich kurios. Jedenfalls fand der Freistoß von ganz außen eine eigentlich gar nicht vorhandene Lücke zwischen unserem Mäuerchen, dem südlich der Elbe frecherweise runden Pfosten und Volkers Hand, die noch eine wichtige Rolle an diesem feuchten Sonntagmorgen spielen sollte. 1:1.

Was dann bis zur Halbzeit folgte, dürfte in die Best-of-Clips am Saisonende eingehen. Barcelonaeske Kombinationen, zielstrebige Anspiele, und Abschlüsse mit TV-reifen Flugbahnen waren die besten Angriffe, die von beiden Seiten im ganzen Spiel zu sehen waren. Köstliches Seelenfutter für unseren Vorsatz, diesmal als Mannschaft aufzutreten und zu spielen. Läuft!Halbzeitstand 3:1.

Kurzer Schwenk ins Lazarett: Jan (Grippe), Dirk (großes Aua), Hütchen-Olli (verletzt am Donnerstag nach Entfernen seiner Ganzkörper-Tapes), Martin (Muskelfaserriss) und Klaus (Familie) fehlten ganz, Micha (Oberschenkel) bekam Mitte erster Halbzeit das letzte freie Bett. Zwölf japsende Restkämpfer mit Vorsprung und noch 35 Minuten – was tun? Fighten. Am Einsatz fehlte es schließlich nicht, eher schon an der Dichtigkeit der Mauer, die den Ball unhaltbar für Volker abfälschte. 2:3. Als kurz darauf einer der vielen Schüsse von außen nochmals abgelenkt wurde, waren Süderelbes Bluthunde zur Stelle, passten sich den Ball im Abseits nochmals zu – aber nicht für diesen Schiedsrichter-Darsteller, der uns wieder eine goldene Regel vor Augen führte: Im Senioren-Sport bewerben sich gerne auch mal die Schiris um den Titel „Blindester aufm Acker“. Ausgleich.

Unser „BaA“ war trotzdem eine ganz besondere Flöte, weil er anschließend ein klares Tor durch Fabian nicht gab. Zugegeben, ein 4:3 bei einem gefühlten Chancenverhältnis von 3:12 in der zweiten Halbzeit wäre äußerst glücklich zu nennen, aber da war ja noch die „Hand Ottensens“, die in Süderelbes Drangphase alles hielt, was unabgefälscht auf unser Tor kam. Schönen Urlaub, Volker, wir werden auf Dich trinken!

Fazit: deutliche Steigerung gegenüber der Vorwoche, beste Leistung bisher, Spielplan gehabt und befolgt – ein verdienter Punkt. Wer jetzt maunzt, es hätte auch drei sein können, muss wissen: St.-Pauli-like wäre gewesen, keinen zu holen. Und damit zurück in die angeschlossenen Punk-Häuser – Jo.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.